Owakudani ist ein aktives Vulkan-Tal in der berühmten Hakone Region westlich von Tokyo. Bei den Bewohnern ist es als "Jigokudani" (das Tal der Hölle) bekannt und berühmt für seine schwarzen Eier, welche in schwefelhaltigem Wasser gekocht werden, um ihnen ihre einzigartige Farbe zu verleihen.
Die Gegend von Owakudani nimmt dir nicht nur den Atem, weil man an klaren Tagen den prachtvollen Ausblick auf den Berg Fuji genießen kann, sondern auch wegen der vulkanischen Gase, die von unterhalb des Tales aufsteigen. Wenn man sich umschaut, findet man unendlich viel Dampf, der überall auf dem Berg aus kleinen Öffnungen kommt und einen unverkennbaren Geruch verbreitet, der einen daran erinnert, dass man sich tatsächlich in einer Gegend von aktiven Vulkanen befindet.
Die schwarzen Eier von Owakudani
Um den Bahnhof von Owakudani herum gibt es einige schöne Wanderwege, besonders aber emphiehlt sich der Pfad, welcher hoch zu der Stelle führt, an der die Eier gekocht und verkauft werden. Er fängt gleich vor der Seilbahn Station an und führt etwa 15 Minuten bergauf. Oben angelangt wird man mit der Möglichkeit, die frisch gekochten schwarzen Eier zu probieren belohnt.
Schwarze Eier!? Keine Sorge – es handelt sich um gewöhnliche Hühnereier. Das Innere sieht tatsächlich wie ein gewöhnliches gekochtes Ei aus, nur die Art der Zubereitung macht diese Eier zu etwas Besonderem.
Denn hier werden sie in natürlichem Quellwasser erst für 60 Minuten bei 80˚C gekocht und anschließend noch einmal für 15 Minuten bei 100˚C in Stahlkörben gedämpft.
Das Wasser, in dem sie gekocht werden, enthält Schwefel und Eisen, was der Schale ihre einzigartige Farbe verleiht. Die schwarzen Eier namens Kuro-Tamago sind für den Verzehr geeignet und absolut sicher, obwohl sie ein wenig nach Schwefel riechen. Es wird sogar gesagt, dass der Verzehr die Lebensdauer um ein paar Jahre verlängert – im Schnitt um die fünf bis sieben Jahre!
Für fünf Eier bezahlt man 500¥. Viele Besucher wandern den Pfad hoch, um die Eier in einer Höhe von 1.050 m über den Meeresspiegel zu genießen, man kann sie allerdings genauso gut in einem der Läden im Bahnhof kaufen. Dort gibt es auch reichlich anderes Omiyage (Souvenirs), falls man nicht unbedingt die Eier mit nach Hause nehmen möchte. Unter anderem gibt es Manju (Brötchen mit süßer Bohnenpaste gefüllt), die wie schwarze Eier aussehen, und sehr leckere Kekse!
Schließung der Seilbahn
In den letzten Jahren hat ein erhöhter Gehalt schädlicher Gase in der Luft zur temporären Schließung der Seilbahn sowie Wanderwege um Owakudani geführt. Obwohl die Seilbahn aktuell wieder fährt, sind einige Wanderwege immer noch für Besucher geschlossen. Über die aktuelle Begehbarkeit der Pfade sowie den Status der Seilbahn kann man sich auf der Hakone Seilbahn Homepage informieren.



